Wenn Medikamente nicht mehr helfen

AOK, Bayerischer Apothekerverband und Gesundheitsnetz QuE initiieren Beratungsaktion rund um das Thema Antibiotika. Bis Ende Juli 2018 haben AOK-Versicherte u.a. die Möglichkeit, bei einer der 266 mittelfränkischen Apotheken ihren Medikamentenmix überprüfen zu lassen.

Gemeinsam mit dem Bayerischen Apothekerverband (BAV) initiiert die AOK in Mittelfranken im neunten Jahr in Folge die Informationskampagne „Arzneimittel sicher einnehmen“. Mit dem Schwerpunktthema 2018 wollen die Beteiligten auf den gezielten Einsatz von Antibiotika aufmerksam machen, um Resistenzen zu vermeiden. Alle Informationen für interessierte AOK-Versicherte gibt es im Aktionsflyer.

Bild AM sicher einnehmen 2018
Gemeinsamer „mittelfränkischer Startschuss“ in Nürnberg. Christine Brummer, Pressesprecherin der AOK in Nürnberg, Dr. Hans-Peter Hubmann, 1. Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes (BAV), Dr. Sonja Wunder, AOK-Beratungsapothekerin und Dr. Veit Wambach, Vorsitzender des Gesundheitsnetzes QuE Nürnberg (v. l.). Foto: AOK Bayern.

QuE-Projekt ARena ergänzt Beratungsinitiative
Erstmalig ist auch das  Gesundheitsnetz QuE Nürnberg an der Aktion „Arzneimittel sicher einnehmen“ beteiligt. Der Vorsitzende Dr. Veit Wambach begründet sein Mitwirken so: „Das diesjährige Sonderthema Antibiotika liegt uns sehr am Herzen und passt gut zu unserem Engagement beim Projekt ARena ‚Antibiotika-Resistenzentwicklung nachhaltig abwenden‘. Bei dem Innovationsfondsprojekt setzen sich Ärzte und Praxispersonal gemeinsam für einen vernünftigen Einsatz von Antibiotika ein.“ Dazu gibt es regelmäßige Qualitätszirkel der beteiligten Mediziner sowie einen Austausch mit Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Apotheken.
Weitere Informationen zu ARena und den beteiligten mittelfränkischen Arztnetzen QuE Nürnberg, PNS Nürnberg Süd und GFJ Altdorf gibt es online unter www.arena-info.de.

Wichtigstes Ziel: Antibiotika gezielt einsetzen
Bei bakteriellen Infektionskrankheiten sind Antibiotika häufig das Mittel der Wahl. Sie gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten in Arztpraxen. Allein in Mittelfranken bekamen 2016 rund 201.000 AOK-Versicherte Antibiotika verordnet, landesweit sogar rund 1,4 Millionen. Experten warnen allerdings davor, diese Arzneimittel ohne medizinische Indikation einzusetzen. Bei virusbedingten Krankheitsbildern, wie bei den meisten Erkältungen oder der Grippe, sind sie gänzlich wirkungslos. „Die Gefahr: Durch übermäßigen und medizinisch nicht notwendigen Antibiotika-Einsatz können resistente Keime entstehen, gegen die es dann kaum noch wirksame Medikamente gibt“, so Dr. Hans-Peter Hubmann, 1. Vorsitzender des Bayerischen  Apothekerverbandes (BAV). „Um bakterielle Infektionen auch in Zukunft erfolgreich behandeln zu können, sollten Antibiotika gezielter eingesetzt werden.“

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